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3 Eigenschaften, die professionelle Taucheruhren mitbringen müssen

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Taucheruhren sind nicht nur ein optischer Hingucker. Sie können im Zweifelsfall Leben retten, indem sie ihrem Träger die genaue Tauchzeit und Tauchtiefe anzeigen. Wirklich zuverlässig sind dabei aber nur solche Modelle, die die DIN 8306 erfüllen. Wir zeigen, was eine professionelle Taucheruhr unbedingt mitbringen sollte und welche Modelle empfehlenswert sind.

DIN 8306 für Taucheruhren in Deutschland

Die „Pflicht“ für Taucheruhren, die wirklich als solche bezeichnet werden dürfen, regelt die DIN 8306. Hier sind drei Eigenschaften definiert, die unbedingt von der Uhr zu erfüllen sind:

1. geprüfte Wasserdichtigkeit

2. Einstellung einer Zeitspanne per Lünette oder Timer

3. gute, klare Erkennbarkeit der Daten aus mindestens 25 Zentimetern Entfernung – auch bei Dunkelheit

Um aber auch die „Kür“ zu absolvieren und für den Einsatz bei professionelleren Tauchgängen in Frage zu kommen, bedarf es weit aus höherer Qualitätseigenschaften.

Wasserdichtigkeit bis mindestens 200 Meter

Die Wasserdichtigkeit kann entweder in Metern oder in Bar angegeben werden, wobei 1 Bar 10 Metern entspricht. Gute Taucheruhren weisen eine Wasserdichtigkeit von mindestens 200 Metern auf, besser sind 300 Meter. Selbst wenn die maximale Belastung der Uhr beim Tauchgang nicht ausgereizt wird, schützt eine hohe Dichtigkeit gerade bei längeren Tauchgängen oder zusätzlichen, äußeren Einflüssen vor Beschädigungen.

Certina DS Action Divers Taucheruhr

Die Certina DS Action Divers Taucheruhr ist ein Modell, dass die hohen Ansprüche passionierter (Hobby-)Taucher besonders an die Wasserdichtigkeit erfüllt. Sie ist aber nicht nur bis zu 30 atm wasserdicht, sondern verfügt darüber hinaus über extrem kratzfestes Saphirglas, zahlreiche Dichtungen im Gehäuse und in der Krone sowie leuchtende Zeiger.

Tiefe und Dauer des Tauchgangs müssen gemessen werden

Beim Tauchen ist es lebenswichtig, Tiefe und Dauer des Tauchgangs exakt messen zu können. Über den Taucherdrehring können Taucher eine bestimmte Zeitspanne voreinstellen. Ist diese abgelaufen, ist das das Signal zum Auftauchen. Hochwertige Taucheruhren setzen beim Drehring auf folgende Eigenschaften:

Zeiteinteilung: Der Drehring sollte über eine Minuteneinteilung mit abgesetzten Fünf-Minuten-Marken verfügen. So ist jederzeit exakt ersichtlich, wie lange sich der Taucher bereits unter Wasser befindet.

Griffigkeit: Weil die Zeit unmittelbar vor dem Abtauchen eingestellt wird, sollte die Lünette entsprechend griffig sein. Es ist wichtig, dass sie auch mit Neoprenhandschuhen bedienbar ist.

Demontage: Die Reinigung der Taucheruhr ist deutlich leichter, wenn sich die Lünette abschrauben lässt.

Bei der Messung der Tauchtiefe ist darauf zu achten, dass die Uhr den eigenen Ansprüchen genügt. Mögen dem Hobbytaucher Anzeigen bis 30 Metern ausreichen, sollten Uhren für professionelle Taucher hier eine Anzeige von mehr als 60 Metern haben. Bei einigen Modellen kann über einen kleinen Knopf die größte Tauchtiefe während des Tauchvorgangs markiert werden.

Sinn Taucheruhr UX GSG 9

Besonders ausgereift ist der Taucherdrehring der Sinn Taucheruhr UX GSG 9. Er ist mit einer Minutenskala und den abgesetzten Fünf-Minuten-Marken versehen. Zudem ist er unverlierbar mit dem Gehäusemittelteil verbunden, sodass der Drehring selbst bei harten Stößen nicht abspringt. Weil die Rastung über eine aufwendige Lagerung verfügt und die leicht radial versetzen Rastkugel-Positionen den Zahnkranz schonen, ist die Langlebigkeit des Rings gesichert. Unter anderem deshalb ist die Sinn Taucheruhr die offizielle Dienstuhr der Maritimen Einheit der GSG 9.

Robustes & hochwertiges Material

Salzwasser ist aggressiv und kann das Material von Uhren gerade auf Dauer spröde und brüchig machen. Deswegen ist es wichtig, dass das Gehäusematerial entsprechend salzwasserbeständig ist. Bei Stahl wird diese Beständigkeit mit dem PRE-Wert angegeben. Hierbei gilt:

PRE-Wert kleiner 32: Die Uhr ist nicht für den Einsatz im Seewasser geeignet.

PRE-Wert von 32: Grundsätzlich wird ab diesem Wert davon ausgegangen, dass die Uhr den Einsatz in salzigem Wasser aushält.

PRE-Wert von 35: Eine recht hohe Beständigkeit weist die Taucheruhr auf, wenn sie den PRE-Wert von 35 erreicht.

PRE-Wert von 38: Sogenannter U-Boot-Stahl weist mit den höchsten PRE-Wert auf, was für eine lange Haltbarkeit des Zeitmessers sorgt.

Noch besser als Stahl ist allerdings das vollkommen salzwasserbeständige Titan. Es weist eine so hohe Korrosionsbeständigkeit auf, dass die Uhr auch nach jahrelanger Nutzung keine Gebrauchsspuren aufweisen dürfte.

Mido Ocean Star Caliber 80 Titanium

In Sachen Haltbarkeit und Salzwasserbeständigkeit liegt die Mido Ocean Star Caliber 80 Titanium weit vorne. Weder das Kautschukband noch das Titanium-Gehäuse können durch das Salzwasser Schaden nehmen. Zudem überzeugt das Modell mit einer Gangreserve von 80 Stunden, ist bis zu einem Druck von 20 Bar wasserdicht und verfügt über ein klares Zifferblatt mit nachtleuchtenden Indexen. Wahlweise ist die Uhr auch vollständig aus Titan erhältlich.

Seiko Prospex Solar Divers Taucheruhr

Seiko verbindet in seinen Taucheruhren Pioniergeist mit langjähriger Erfahrung. Durch die Entwicklung der weltweit ersten Taucheruhr aus Titan gelang der Marke 1975 der erste Coup, darauf folgten weitere, wie 1990 die weltweit erste computerisierte Taucheruhr.

Die Seiko Prospex Solar Divers Taucheruhr verfügt über ein Doppelgehäuse. Das Innengehäuse aus Edelstahl und das äußere Kunststoffgehäuse garantieren eine Wasserdichtigkeit von bis zu 20 bar. Durch das solarbetriebene Uhrwerk wird außerdem gewährleistet, dass die Zeit Unterwasser niemals stehen bleibt, bei vollständiger Ladung beträgt die Gangreserve bis zu 10 Monate.